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Produktionsoutput und Produktionsstandorte
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Berücksichtigt man, dass zwischen 1950 und 1989 in Deutschland acht Animationsspielfilme und zwischen 1990 und 1996 ebenfalls acht Animationsspielfilme produziert wurden, ist der Produktionsoutput deutscher Produzenten seit 1997 mit 26 Spielfilmen beachtlich.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland im Erhebungszeitraum von 1999 bis 2004 mit 20 von insgesamt 68 in Europa produzierten Spielfilmen an erster Stelle.
Tabelle: Abendfüllende Animationsspielfilme in Deutschland (West) von 1950 bis 1996
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Tabelle: Deutsche Animationsspielfilme einschließlich Co-Produktionen 1997-2004[1]
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Zusammenfassung: • 20.945.593 Zuschauer insgesamt seit 1997, dies sind 805.600 Zuschauer pro Film, 2.618.199 Zuschauer pro Jahr • Geschätzte Gesamt-Herstellungskosten 1997-2004: 205 Mio. Euro, dies entspricht 7,9 Mio. Euro pro Film
Vier der 26 Filme, „Werner – Volles Rooäää!!!“, Werner – Gekotzt wird später!“, „Kleines Arschloch“ und Derrick – Die Pflicht ruft“ sind Komödien und als Family Entertainment erzielten sie Besucherspitzenzahlen von insgesamt 7 Mio. Zuschauern. Mit Ausnahme des Films „Heavy Metal F.A.K.K.2“, der zwar auf dem deutschen Kinomarkt floppte, jedoch in Nordamerika und Asien Kultstatus und hohe VHSbzw. DVD-Erlöse erzielte, sind die anderen Animationsspielfilme dem Segment Kinderfilm/Family Entertainment zuzurechnen. Diese Filme erreichten zwischen 0,06 und 2,7 Mio. Zuschauer. Die Animationsspielfilme im Segment Kinderfilm/Family Entertainment haben eine sehr langfristige Auswertungszeit im deutschen Kino bei einer Kernzielgruppe von Kindern zwischen vier und zehn Jahren. 85% aller Besucherzahlen werden aber im ersten Auswertungsjahr und 70% hiervon innerhalb der ersten acht Wochen nach Kinostart erzielt. Zwölf der 26 Filme (46%) sind internationale Co-Produktionen und fünf hiervon (2 x „Pippi Langstrumpf“, 2 x „Petterson und Findus“ und „Hilfe! Ich bin ein Fisch“) wurden nicht in Deutschland, sondern in Skandinavien entwickelt (Drehbuch und Design). 21 der 26 Filme (81%) basieren auf Buch-, Comic-, TV- oder Realspielfilmvorlagen und würden ohne den existierenden hohen Bekanntheitsgrad ihrer Figuren und/oder Geschichten die oben genannten Zuschauerzahlen nicht durchgehend erzielen.
In Deutschland gibt es ca. 19 mittlere bis große Studios zur Herstellung abendfüllender Animationsspielfilme, hierzu gehören: Hahnfilm, Rothkirch Cartoon-Film, Berliner Film Companie, Elektrofilm und Benchmark Entertainment in Berlin, NFP animation; MotionWorks in Halle; Trickfilmcompany, Animationsstudio Ludewig, Animationsfabrik Hamburg und Toons ’n’ Tales in Hamburg; Trixter Film, Papa Löwe und Munich Animation in München; Studio Filmbilder, Studio 88 und Studio Soi in Baden-Württemberg; Ambient Entertainment in Hannover; sowie Animagix in Köln. Die Studios Hahnfilm, Benchmark, Papa Löwe, Rothkirch Cartoon-Film, NFP animation und Elektrofilm unterhalten zudem Filialen in weiteren deutschen Bundesländern. Um diese Animationsfilmstudios, die alle als Produzenten in der Herstellung abendfüllender Kinofilme tätig sind, gruppieren sich deutsche Animationsfilmproduzenten ohne eigenes Studio. Diese treten häufig als innerdeutscher Produzent oder Co-Produzent auf und beauftragen die deutschen Animationsstudios als Dienstleister mit der Herstellung. Zum Beispiel sind dies: Abrafaxe Trickfilm (Berlin), Achterbahn (Kiel), Animation-X (Berlin), EIV Entertainment (Hamburg), Igel Media (Hamburg), NDF (München, Hamburg, Berlin), Studio Hamburg Prod. (Berlin, Hamburg), TV-Loonland (München) und Warner Bros. Deutschland (Hamburg). Die deutschen Animationsfilmstudios arbeiten sehr vernetzt, da sie einerseits alleine oftmals nicht die Kapazitäten haben, andererseits Komponenten wie die 3D-Animation nur durch bestimmte Studios erstellt werden können – so beispielsweise das Unternehmen Rothkirch Cartoon-Film, das eng mit MotionWorks, dem Animationsstudio Ludewig, der Animationsfabrik Hamburg und Animagix in Köln zusammenarbeitet.
Bemisst man die deutschen Studios an ihrem Einspielergebnis der letzten vier Jahre, so ergibt sich eine klare Marktführung des Studios Rothkirch Cartoon-Film (Berlin), gefolgt von den Studios Trickfilmcompany (Hamburg), Munich Animation (München) und Hahnfilm (Berlin). Es steht zwar fest, dass Berlin als Standort im deutschen Vergleich Marktführer ist, jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass fast jeder deutsche Animationsspielfilm im Verbund mit diversen Studios in Deutschland auf hohem Niveau hergestellt wird.
Einer der Gründe für den Erfolg des Studios Rothkirch Cartoon-Film ist die langjährige Kooperation mit Willi Geike von Warner Bros. Als einer der herausragenden Verleiher und Co-Produzenten in Deutschland betreibt er konsequent die Produktion und Vermarktung deutscher Animationsspielfilme und -TV-Serien für den deutschen und internationalen Markt. Willi Geike hat – und dies aus Deutschland heraus – eine unternehmerische, strategische und inhaltliche Kooperation mit diversen deutschen Studios vorbereitet, die in den kommenden Jahren markenbewusste Family Entertainment-Produkte weltweit vertreiben werden. Das Unternehmen Warner Bros. ist damit zu einem wesentlichen Motor des deutschen Animationsspielfilms geworden.
In den Jahren 2005 bis 2007 werden nach Angaben der im Frühjahr 2005 von Michael Schmetz Mediaconsult befragten Produzenten 21 Spielfilme mit einem Produktionsvolumen von über 178 Mio. Euro entstehen. Die Zahl der produzierten deutschen Animationsspielfilme wird demzufolge in den kommenden drei Jahren von bisher drei auf sechs bis sieben Spielfilme pro Jahr steigen. Das Studio Rothkirch Cartoon-Film scheint sich somit in der Absicht, alle zwei Jahre einen Box Office-Erfolg zu produzieren, weiterhin als Marktführer behaupten zu können. Jedoch scheinen sich hinter Rothkirch Cartoon-Film und im Wettbewerb mit den Studios Trickfilmcompany und Hahnfilm die Firmen MotionWorks (Halle), Benchmark Entertainment (Berlin/München), Ambient Entertainment (Hannover) und Papa Löwe (München) auf dem Markt zu etablieren. Ebenfalls werden sich die neu auf den Spielfilmmarkt gekommenen Firmen Animation-X und Berliner Film Companie (beide Berlin) positionieren.
Tabelle: Deutsche Animationsspielfilme 2005-2007 (Auswahl)
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*= Internationale Co-Produktion
Zusammenfassung: • Laut Angaben der im Frühjahr 2005 von Michael Schmetz Mediaconsult befragten Produzenten werden in den kommenden drei Jahren 21 Animationsspielfilme mit Herstellungskosten von ca. 178 Mio. Euro produziert, dies entspricht ca. 8,5 Mio. Herstellungskosten pro Film • 12 der 21 Produktionen (ca. 57%) sind internationale Co-Produktionen
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Anmerkung
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[1] Jahresberichte „FFA-Intern”, 1997 bis 2004, Stand: 09.02.2005, sowie Umfrage der Michael Schmetz Mediaconsult im Frühjahr 2005
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