Die durchschnittlichen Herstellungskosten pro Film betrugen zwischen 1997 und 2004 etwa 7,9 Mio. Euro, zwischen 2005 und 2007 werden sie voraussichtlich auf durchschnittlich 8,5 Mio. Euro steigen. Seit 1997 wurden Animationsspielfilme mit Herstellungskosten von 205 Mio. Euro produziert. Die deutsche Filmförderung – Länderförderer und die FFA – ist an der Finanzierung des deutschen Finanzierungsanteils von Animationsspielfilmen mit durchschnittlich 45% beteiligt. Dieser Finanzierungsanteil erfolgt auf der Basis erfolgsbedingt rückzahlbarer Darlehen.
Untersucht man die Refinanzierung des deutschen Animationsfilms auf dem deutschsprachigen Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg) über einen Zeitraum von acht Jahren, so muss Folgendes festgestellt werden: das Einspielergebnis aus dem Kinobesuch deckt in der Regel gerade die Herausbringungskosten des Films und bringt dem Produzenten keine Erlöse. Fernsehlizenzverkäufe erzielen ca. 0,6 bis 1,2 Mio. Euro, Video-/DVD-Erlöse ca. 0,5 bis 1,1 Mio. Euro für den Produzenten; Einnahmen aus Merchandising und anderen Verwertungen erbringen ca. weitere 0,3 Mio. Euro. Insgesamt erzielt der Produzent Erlöse zwischen 1,4 und 3,4 Mio. Euro, refinanziert also nur zwischen 18% und 43% der Herstellungskosten. Ausnahmen stellen einzig die oben genannten Komödien „Werner – Volles Rooäää!!!“ und „Kleines Arschloch“ dar, die sich auf dem deutschsprachigen Markt nicht nur zu 100% refinanziert haben, sondern gute Gewinne für den Produzenten abgeworfen haben. Diese Komödien sind jedoch aufgrund ihres spezifisch deutschen Humors und der nur in Deutschland existierenden Vorlage nicht in andere Territorien exportierbar.
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