Startseite
ENGLISH
VdAP
News & Statements
    Sundance-Eröffnungsfilm
    Short Tiger für Animation
    Cartoon-Movie-Deadline
    Oscar-2008-Kandidaten
    Leipzig-Gewinner 2008
    Ki.Ka vor Drei-Stufen-Test
    Ki.Ka im Netz
    Animationsfestival Leipzig
    „Waltz“ Oscar-Kandidat
    Wettbewerb „Medien.NRW“
    Cartoon Forum 2008
    Lobbying für die Animation
    Cartoon Movie nach Lyon
    ITFS 2009: Einreichungen
    Digitales Bildermachen
    Anime-Meister in Venedig
    Cartoon Tributes 2008
    Canal+ sucht
    Deutsches Kinder-TV
    BFS-Interview
    Archiv I/2008
    Archiv II/2008
    Archiv I/2007
    Archiv II/2007
    Archiv 2006
Feedback
Animation in Deutschland
Internationales
Aus- und Weiterbildung
Termine
Links
Kontakt
Impressum
Sitemap

„Lobbyarbeit für die gesamte Animationsbranche“

Blickpunkt:Film bringt in seiner aktuellen Ausgabe 38/08 ein Interview mit Michael Schmetz, Sprecher des Vorstands des VdAP. Das Interview im Wortlaut:

Nachgefragt bei Michael Schmetz
Wenig Sendeplätze

Ludwigsburg – Michael Schmetz, Finanzierungsberater und Vorstandssprecher des Verbands der deutschen Animationsfilmproduzenten, über die Stärke der deutschen Animationsbranche.

Der Verband der deutschen Animationsfilmproduzenten (VdAP) wurde vor zwei Jahren auf dem Cartoon Forum in Pau gegründet – wo steht er heute?
Der Verband hatte sieben Gründungsmitglieder, heute haben wir 20 Mitglieder, neben den Produzenten sind auch der Fernsehsender NICK, das Animationsfilminstitut in Ludwigsburg und das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart dabei. Wir machen Lobbyarbeit für die gesamte Animationsbranche. So haben wir bewirkt, dass der Deutsche Film-Fernseh-Fonds (DFFF) seine Grundsätze auch dem Animationsfilm angepasst hat. Aktuell wird darüber verhandelt, dass Animationsspielfilme künftig bereits ab Herstellungskosten von einer Mio. Euro anerkannt werden.

Auf dem Cartoon Forum werden 15 französische, zehn englische und zehn deutsche Projekte präsentiert. Spiegelt das die Stärke der deutschen Branche wider?
Im Großen und Ganzen ja. Sowohl die Serien als auch die Animationslangfilmproduktion haben in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen. Leider werden die Sendeplätze für Animation im deutschen Fernsehen immer weniger, insbesondere auch dadurch, dass immer mehr Kinderprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender in den KiKa verlagert wird.

Sind deutsche Animationsfilmproduktionen international konkurrenzfähig?
Auf alle Fälle. Zwei Drittel der deutschen Animationsserien entstehen bereits in europäischer Koproduktion. „Dragon – der kleine blaue Drache“ von Scopas wurde in 36 Länder (inzwischen sogar in mehr als 50 Länder, die Red.) verkauft. Es wäre allerdings wünschenswert, dass Koproduktionen von deutschen Sendern pflichtmäßig mit einem deutschen Koproduzenten durchgeführt werden. Es kommt immer öfter vor, dass öffentlich-rechtliche Sender mit ausländischen Produzenten arbeiten ohne jegliche deutsche Beteiligung.

Welches sind die nächsten Ziele des Verbands?
Wir wollen einen Deutschen Filmpreis für Animation. Und wir werden uns verstärkt für die Aus- und Weiterbildung einsetzen, indem wir neben dem Ludwigsburger Animationsinstitut auch alle anderen Animationshochschulen integrieren wollen. Nach wie vor bleibt unser Ziel, die hohe Qualität der deutschen Animation in Deutschland und international bekannt zu machen. cos

Aus: Blickpunkt:Film Nr. 38/08 vom 15. September 2008, S. 17 – Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Entertainment Media Verlags

15. September 2008


 

In mehr als 50 Länder verkauft: „Dragon“ (scopas)



Nach oben