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Animationsproduzenten gründen Interessenverband

Deutsche Animationsfilme und TV-Serien in Deutschland und Europa überproportional erfolgreich / Fast 40 Mio. Kinobesucher seit 1997 / VdAP-Vorstandssprecher Michael Schmetz: „Zeit, die spezifischen Interessen der Branche zu konzentrieren“ / Nationale und internationale Vernetzung angestrebt

Pau/Berlin, 22. September 2006 – „Werner“, „Kleiner Eisbär“, „Felix“ – seit 1997 wurde in Deutschland etwa jede neunte Kino-Eintrittskarte für einen deutschen Film für einen Animationsfilm verkauft – obwohl der zahlenmäßige Anteil der Animationsfilme bei gerade drei Prozent liegt. Und im europäischen Vergleich steht der deutsche Animationsspielfilm zwischen 1999 und 2003 mit einem Zuschauer-Marktanteil von 37,45% nach Großbritannien (39,59%) an zweiter Stelle: Fast 40 Mio. europäische Kinobesucher haben sich in den letzten Jahren für einen Animationsfilm aus Deutschland entschieden. Das Bild im deutschen und europäischen Fernsehmarkt ist entsprechend: Auch hier liegt deutsche Animation ganz vorne!

Die deutsche Animation besteht nicht allein aus Film- und TV-Produktionen, sondern ist mit Special Effects, Games und Mobile-Applikationen in fast allen Medien und Verwertungsträgern präsent. Sie macht Umsatz, verdient Geld, generiert Jobs, transportiert kulturelle Identität und sorgt außerdem für gute Unterhaltung. Aber die branchenspezifischen Bedürfnisse werden in der Politik nicht hinreichend wahrgenommen, die Rahmenbedingungen bei internationalen Koproduktionen lassen zu wünschen übrig, und das Bild der deutschen Animation in der Öffentlichkeit stimmt nicht mit den Leistungen der Branche überein. Der VdAP als Interessenverband der deutschen Animation wird das ändern.

„Die Bedingungen in unserer Branche sind teilweise sehr speziell“, sagte VdAP-Vorstandssprecher Michael Schmetz heute beim europäischen TV-Koproduktionsmarkt „Cartoon Forum“ im französischen Pau. „Im Vergleich zum Realfilm haben wir viel längere Produktionszeiten, wir müssen präziser planen und deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Unser Erfolg beweist, dass wir vieles richtig machen, aber mit einer vernünftigen Interessenvertretung werden wir noch mehr bewegen können. Es ist Zeit, die spezifischen Interessen der Branche zu konzentrieren.“ Dazu gehören politisches Lobbying, zum Beispiel bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen internationaler Koproduktionen, aber auch Talentförderung, Aus- und Weiterbildung und nicht zuletzt die nationale und internationale Vernetzung der Branche.


 


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